Vielen Bewohnern des Gebiets Innere Elben war es im letzten Sommer kaum möglich, ihren Gärten zu nutzen. Grund war eine Tigermücken Plage, die mutmaßlich überwiegend vom Kleingartenverein Innere Elben ausging.

In einem Artikel der Badischen Zeitung vom 04.09.2024 von Anika Maldacker mit dem Titel „Hier juckt es gewaltig: Teile von Freiburg sind Tigermücken-Hotspots“ berichtet ein Pächter von der Plage. Die Vielzahl an Tigermücken sorge dafür, dass auch viele Kleingärtner ihre Parzellen nicht nützen könnten. Link zum Artikel https://www.badische-zeitung.de/hier-juckt-es-gewaltig-teile-von-freiburg-sind-tigermuecken-hotspots

Die Stadt Freiburg arbeitet hier mit der Firma ICYBAC – biologische Stechmückenbekämpfung GmbH aus Speyer zusammen. Der verantwortliche Projektleiter Christopher Huck war lt. dem obigen Artikel auch in der Kleingartenanlage Innere Elben unterwegs. Hier fanden sich einige positive Beispiele von Regentonnen, die mit einem Netz geschützt waren, leider aber auch negative Beispiele mit 1000l Fässern ohne Schutz.

Ein Rundgang von Christian Bestehorn (Mitbegründer der Interessengemeinschaft Innere Elben) bestätigt leider, dass das Thema von vielen Kleingärtnern noch nicht ernst genug genommen wird. Innerhalb des Rundgangs durch einen kleineren Teil der Anlage fanden sich etliche wasserführende Gefäße; von kleinen Töpfen über Wassertonnen und Planschbecken oder kleinere Pools bis hin zu unzureichend geschützten 1000l Fässern. Sofern diese Gefäße im Laufe des Frühlings nicht geleert oder mit Netzen versehen werden, stellen diese wieder optimale Brutstätten für Tigermücken dar.

Ab April oder Mai beginnt die Tigermücke zu larven, und ab Mai oder Juni schlüpft die erste erwachsene Generation. Der Aktivitätshöhepunkt liegt zwischen Juli und September, was den Erfahrungen des letzten Sommers entspricht.

Aktuell steht die Gemeinschaft der Inneren Elben im Kontakt mit Herrn Christopher Huck von ICYBAC. Ebenfalls im Kontakt steht die Interessengemeinschaft mit dem Verband der Kleingärtenvereine Baden-Württemberg e.V.. Das Ziel ist, kurzfristig eine einheitliche Regelung zu schaffen, die alle Kleingartenpächter zur Durchführung von Präventionsmaßnahmen gegen Tigermücken verpflichtet.

Auch alle Hausbesitzer mit Garten und Wohnungsbesitzer mit Balkon gilt es zu sensibilisieren. Es sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Stehendes Wasser vermeiden – Entfernen oder regelmäßig entleeren von Gießkannen, Blumentopfuntersetzern, Regentonnen, Vogeltränken und anderen Wasseransammlungen.
  • Regentonnen abdecken – Mit engmaschigen Netzen oder festen Deckeln verhindern, dass Mücken ihre Eier ablegen.
  • Wasserwechsel in Behältern – Vogeltränken, Wasserschalen und ähnliches mindestens alle 3 Tage austauschen.
  • Verstopfte Dachrinnen reinigen – Damit sich dort kein Wasser sammelt, das als Brutstätte dienen könnte.
  • Biologische Bekämpfung einsetzen – Fische in Teichen halten oder Bacillus thuringiensis israelensis (BTI) nutzen, um Mückenlarven zu reduzieren.
  • Mückensichere Behälter verwenden – Mülltonnen, Regenfässer und andere Behälter stets dicht abdecken oder verschließen.
  • Löcher und Senken im Boden beseitigen – Pfützen vermeiden, in denen sich Wasser sammeln könnte.
  • Pflanzen gezielt auswählen – Mückenabweisende Pflanzen wie Lavendel, Zitronengras oder Basilikum anpflanzen.
  • Insektenschutz im Garten nutzen – Mückennetze an Sitzbereichen oder Insektenschutzmittel auf der Haut auftragen.
  • Nachbarschaft informieren – Gemeinsam mit Nachbarn auf Prävention achten, um eine großflächige Ausbreitung zu verhindern.