Die Stadt Freiburg beschreibt in der Drucksache vom 02.10. das geplante Projekt im Detail. In diesem Artikel finden Sie die Zusammenfassung:
Die Stadt Freiburg reagiert auf den zunehmenden Bedarf an Wohnraum für wohnungslose Menschen mit einem neuen Bauvorhaben. Ziel ist die Errichtung von Kleinstwohnungen, die Einzelpersonen und kleineren Haushalten zur Verfügung stehen sollen. Hier sind die wichtigsten Punkte aus den aktuellen Planungen:
Steigender Bedarf an Wohnplätzen
In Freiburg ist die Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Aktuell warten etwa 250 Personen auf einen Platz in einem der städtischen Wohnheime, die derzeit mit rund 600 belegten Plätzen ausgelastet sind. Um den Bedarf zu decken, plant die Stadtverwaltung zusammen mit der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) zusätzliche Kleinstwohnungen.
Referenzprojekt „Innere Elben“ in St. Georgen
Am Standort „Innere Elben“ im Stadtteil St. Georgen ist ein Modellprojekt geplant, das als Vorlage für weitere Bauvorhaben dienen soll. Das viergeschossige Gebäude soll etwa 20 bis 30 Wohneinheiten umfassen, von denen rund 70 % Kleinstwohnungen zwischen 25 und 35 Quadratmetern sind. Zusätzlich werden Gemeinschaftsräume und Räume für soziale Betreuung vor Ort vorgesehen. Die Fertigstellung des Projekts ist für das Jahr 2028 geplant.
Langfristige Wohnlösungen und dezentrale Ansätze
Um den Bedarf weiter zu decken, werden in Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft zusätzliche Möglichkeiten geprüft. Auch bei künftigen Grundstücksvergaben wird die Stadt die Schaffung von Kleinstwohnungen stärker berücksichtigen und diese dezentral über verschiedene Stadtteile verteilen, um das Angebot auszuweiten.
Finanzieller Rahmen und Zielsetzung
Neben der Umsetzung geplanter Kleinstwohnungen geht es der Stadt auch um eine Kostenentlastung bei der ordnungsrechtlichen Unterbringung wohnungsloser Menschen. Die Stadt prüft daher langfristig weitere Maßnahmen und Kooperationen, um die Wohnraumsituation für wohnungslose Menschen nachhaltig zu verbessern.
Das Projekt „Innere Elben“ und ähnliche Initiativen sollen als Modell zur Wohnraumversorgung dienen und den Zugang zu langfristigen Wohnlösungen fördern.