In einem Brief an den Oberbürgermeister und weitere Stadtvertreter äußert die Interessengemeinschaft der Anwohner des Baugebiets „Innere Elben“ in Freiburg St. Georgen ihre Bedenken und Forderungen zu einem geplanten Bauprojekt auf dem städtischen Grundstück „Innere Elben“. Der Zweck dieses Projekts besteht darin, Wohnungen für „Personen mit besonderen Bedarfslagen“ zu schaffen und so den sozialen Wohnungsbau der Stadt Freiburg zu fördern.

Die Anwohner fordern klare Regelungen zur Zielgruppe, insbesondere um sicherzustellen, dass keine Bewohner mit Suchthintergrund einziehen, da sie bereits negative Erfahrungen mit ähnlichen Bevölkerungsgruppen gemacht haben. Zudem wünschen sie sich eine faire Verteilung solcher Wohnprojekte im Stadtgebiet, um eine Konzentration sozialer Einrichtungen in einzelnen Wohngebieten zu vermeiden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die geplante Änderung des Bebauungsplans. Dieser soll ein zusätzliches Stockwerk sowie eine Befreiung von Stellplatzvorgaben für das neue Gebäude ermöglichen, was die Anwohner als Ungleichbehandlung empfinden, da ihnen selbst strenge Bauauflagen auferlegt wurden, insbesondere in Bezug auf Parkmöglichkeiten. Sie fordern daher, dass auch das neue Gebäude an die geltenden Bauvorschriften angepasst wird, um eine weitere Überlastung der Parkplatzsituation zu vermeiden.

Zudem betonen die Anwohner die Bedeutung von Begegnungsflächen im Wohngebiet, die durch das neue Bauprojekt entstehen sollten. Sie fordern außerdem eine gemischte Nutzung der Wohnungen, um den Familiencharakter des Viertels zu erhalten und eine Stigmatisierung der Bewohner zu verhindern. Ein hoher Anteil an Familienwohnungen anstelle von Einzelappartements wird angestrebt, um das soziale Umfeld im Gebiet zu fördern.

Abschließend betont die Interessengemeinschaft, dass sie das Ziel des sozialen Wohnungsbaus grundsätzlich unterstützt. Allerdings erwarten die Anwohner, dass ihre Anliegen im Planungsprozess berücksichtigt werden, um eine nachhaltige und akzeptierte Lösung für alle Beteiligten zu finden.